Labor

Bildgrammatik

Labor
Ein Nachschlagewerk für visuelle Entscheidungen: was ein Bild bewirkt, mit welcher Technik, belegt an analysierten Kampagnen.
Jahr
2026
Werkzeuge
  • React
  • TypeScript
  • D3
  • Claude Code

Die Idee

Über Bilder wird meist mit Geschmack argumentiert. Was, wenn sich jede Bildentscheidung benennen liesse: welche Wirkung sie sucht, welcher Hebel sie trägt und woran sie typischerweise scheitert?

Wofür

Gemeinsame Sprache für Art Direction, Kreativ-Briefings und Critiques. Vom Insight zum Ideen-Muster, vom Muster zu den passenden Techniken und zu Beispielen, die zeigen, wie andere es gelöst haben.

Eine eigene Taxonomie der visuellen Gestaltung als lokale Web-App. Sie ordnet in Stufen: fünf Wirkungen (Hervorheben, Verbinden, Führen, Erwartung, Erschliessen), drei Domänen, sechs Hebel und 51 Techniken, jede mit Definition, Einsatzfall, typischem Fehler und verwandten Techniken.

Die Bibliothek umfasst 149 analysierte Kampagnen- und Plakatbilder. Jedes Bild trägt ein bis drei Techniken, als tragend oder stützend markiert, mit einer Begründung nach dem Subtraktionstest: Was ginge verloren, wenn die Technik fehlte? Neue Bilder schlägt ein Agent vor, freigegeben werden sie von Hand.

  • Netzwerk: alle Bilder, Techniken und Wirkungen in einer Karte, filterbar nach Hebel, Medium und Branche
  • Taxonomie: Techniken im Baum, mit Lücken, wo noch Beispiele fehlen
  • Konzept: 37 Ideen-Muster in drei Gruppen, vom Insight zur Idee und zu den typischen Techniken
  • Vergleich: sechs bis neun Bilder nebeneinander, gespeichert als Set
  • Quellen der Bilder: Ads of the World, D&AD Awards Archive, V&A Collections. Im Projekt liegen nur Links, keine Bilddateien
  • Struktur angelehnt an «A Taxonomy of Visuals» von Modern Art Direction, Ideen-Muster nach Goldenberg, Mazursky & Solomon, Mario Pricken und Design Workout (Karpov). Bibliothek und Begründungen sind eigen