Bildgrammatik
Die Idee
Über Bilder wird meist mit Geschmack argumentiert. Was, wenn sich jede Bildentscheidung benennen liesse: welche Wirkung sie sucht, welcher Hebel sie trägt und woran sie typischerweise scheitert?
Wofür
Gemeinsame Sprache für Art Direction, Kreativ-Briefings und Critiques. Vom Insight zum Ideen-Muster, vom Muster zu den passenden Techniken und zu Beispielen, die zeigen, wie andere es gelöst haben.
Eine eigene Taxonomie der visuellen Gestaltung als lokale Web-App. Sie ordnet in Stufen: fünf Wirkungen (Hervorheben, Verbinden, Führen, Erwartung, Erschliessen), drei Domänen, sechs Hebel und 51 Techniken, jede mit Definition, Einsatzfall, typischem Fehler und verwandten Techniken.
Die Bibliothek umfasst 149 analysierte Kampagnen- und Plakatbilder. Jedes Bild trägt ein bis drei Techniken, als tragend oder stützend markiert, mit einer Begründung nach dem Subtraktionstest: Was ginge verloren, wenn die Technik fehlte? Neue Bilder schlägt ein Agent vor, freigegeben werden sie von Hand.
- Netzwerk: alle Bilder, Techniken und Wirkungen in einer Karte, filterbar nach Hebel, Medium und Branche
- Taxonomie: Techniken im Baum, mit Lücken, wo noch Beispiele fehlen
- Konzept: 37 Ideen-Muster in drei Gruppen, vom Insight zur Idee und zu den typischen Techniken
- Vergleich: sechs bis neun Bilder nebeneinander, gespeichert als Set
- Quellen der Bilder: Ads of the World, D&AD Awards Archive, V&A Collections. Im Projekt liegen nur Links, keine Bilddateien
- Struktur angelehnt an «A Taxonomy of Visuals» von Modern Art Direction, Ideen-Muster nach Goldenberg, Mazursky & Solomon, Mario Pricken und Design Workout (Karpov). Bibliothek und Begründungen sind eigen