Leistungen
  • Art Direction
  • Konzept
  • UX/UI Design
  • Visual Design
  • Prototyping
Kunde
Stadt Zürich, Energiebeauftragte (Departement der Industriellen Betriebe)
Jahr
2020

Energie Stadt Zürich Konzept und Design für ein Energieportal der Stadt Zürich: echte Anliegen als Ordnungsprinzip, von der Frage über den Rechner bis zur Solaranlage Schritt für Schritt.

Für die Energiebeauftragte der Stadt Zürich haben wir bei Liip 2020 ein Portal konzipiert, das alle Energiethemen der Stadt an einem Ort vereint, zuerst im Pitch, dann im Projekt. Clarissa Küchler leitete die UX, ich war für Art Direction und Design zuständig: vom Konzeptbild über die Startseite bis zu den Prozessseiten und der mobilen Ansicht. Die Leitlinie: Nicht die Verwaltung ordnet die Inhalte, sondern das Anliegen der Person, die fragt.

Viele Angebote, ein Thema, keine Tür

Ausgangslage

Energieberatung, 2000-Watt-Gesellschaft, Förderprogramme, Rechner, Merkblätter: Die Stadt hatte vieles, aber verteilt über Dienstabteilungen und Betriebe. Wer eine Solaranlage plante, musste wissen, wer zuständig ist, bevor er die Antwort fand.

Bildwelt aus dem Pitch in Lichtüberblendungen: Zürich im Abendlicht, die Stadt in der Dämmerung, Hochspannung über dem See, Solarmodule und das Magazin «2000-Watt-Zürich»

Inspirieren oder beraten

Zwei Modi

Das Konzept trennt zwei Situationen. Wer neugierig ist, will inspiriert und informiert werden: Was bedeutet 2000-Watt-Gesellschaft, was kann ich tun? Wer ein konkretes Anliegen hat, will beraten und unterstützt werden: Darf ich auf dem Elternhaus eine Anlage montieren, wie komme ich zu Förderbeiträgen? Beide bekommen auf der Startseite eine eigene Tür.

Bildwelt aus dem Pitch in Lichtüberblendungen: Zürich im Abendlicht, die Stadt in der Dämmerung, Hochspannung über dem See, Solarmodule und das Magazin «2000-Watt-Zürich»
Bildwelt aus dem Pitch in Lichtüberblendungen: Zürich im Abendlicht, die Stadt in der Dämmerung, Hochspannung über dem See, Solarmodule und das Magazin «2000-Watt-Zürich»

Echte Anliegen statt Organigramm

Ordnungsprinzip

Drei Personas aus dem Briefing wurden zum Massstab: die alleinerziehende Mutter, die die Stromrechnung senken will, der Familienvater, der das geerbte Elternhaus saniert, der pensionierte Vermieter, der über eine Solaranlage nachdenkt. Nutzergruppe, Thema und Werkzeug lassen sich kreuzweise kombinieren. Statt einer Hierarchie entsteht ein Netz, in dem jeder Inhalt über mehrere Wege erreichbar ist.

Bildwelt aus dem Pitch in Lichtüberblendungen: Zürich im Abendlicht, die Stadt in der Dämmerung, Hochspannung über dem See, Solarmodule und das Magazin «2000-Watt-Zürich»
Bildwelt aus dem Pitch in Lichtüberblendungen: Zürich im Abendlicht, die Stadt in der Dämmerung, Hochspannung über dem See, Solarmodule und das Magazin «2000-Watt-Zürich»
Bildwelt aus dem Pitch in Lichtüberblendungen: Zürich im Abendlicht, die Stadt in der Dämmerung, Hochspannung über dem See, Solarmodule und das Magazin «2000-Watt-Zürich»

Werkzeuge statt Texte

Themenseite

Die Themenseite «Mit neuen Energien in die Zukunft» führt über Suche und Filter zu Werkzeugen: Gebäudecheck, Investitions- und Ertragsrechner, Anbietervergleich, Baurecht, Förderungen, Versicherungen, Wartung. Jede Karte beantwortet eine Frage, nicht eine Zuständigkeit.

Ein Raster, das mitwächst

Fragen

Fragen und Antworten sind keine Liste, sondern ein Raster, das die Suche indexiert. Wer keine Antwort findet, stellt seine Frage direkt ein. Die Redaktion lernt so die echten Anliegen kennen und produziert Inhalte dort, wo sie fehlen.

Schritt für Schritt zur Solaranlage

Prozess

Der Weg zur eigenen Anlage als Prozess in acht Schritten, von den Voraussetzungen über Kosten, Förderung und Versicherung bis zur Wartung, mit Rechnern an der Stelle, wo man sie braucht. Inhalte lassen sich merken, Notizen speichern, der Fortschritt bleibt sichtbar.

Bildwelt aus dem Pitch in Lichtüberblendungen: Zürich im Abendlicht, die Stadt in der Dämmerung, Hochspannung über dem See, Solarmodule und das Magazin «2000-Watt-Zürich»

Energie zum Leuchten bringen

Bildwelt

Die Vision aus dem Pitch, «Wir bringen das Thema Energie zum Leuchten», wurde zur Bildsprache: Überblendungen von Stadt, Infrastruktur und Licht. Solarmodule, Hochspannung über dem See, die Stadt in der Dämmerung, das Magazin in der Hand. Nicht Technik als Maschine, sondern Energie als etwas, das man sieht und spürt.

Bildwelt aus dem Pitch in Lichtüberblendungen: Zürich im Abendlicht, die Stadt in der Dämmerung, Hochspannung über dem See, Solarmodule und das Magazin «2000-Watt-Zürich»
Bildwelt aus dem Pitch in Lichtüberblendungen: Zürich im Abendlicht, die Stadt in der Dämmerung, Hochspannung über dem See, Solarmodule und das Magazin «2000-Watt-Zürich»

Alle Energiethemen unter einer Adresse

Ergebnis

Der Pitch gegen drei weitere Agenturen war im Mai 2020 gewonnen. Die Konzeptphase lief bis September 2020 mit Workshops, Begleitgruppen aus den städtischen Betrieben, Tree Testing und einer Verlinkungslogik über alle Angebote. Am 2. Februar 2021 ging das Portal unter stadt-zuerich.ch/energie live, gebaut von der Stadt im eigenen System. Die Medienmitteilung der Stadt brachte es auf den Punkt: alle Energiethemen der Stadt Zürich unter einer Adresse.

Ein Bild, ein Thema, ein Knopf

Mobile

Auf dem Handy trägt pro Bildschirm ein Luftbild das Thema: 2000-Watt-Zürich, Klima, Sanieren, Bauen, zum Durchwischen. Darunter bleiben Menü, Suche und der direkte Weg zur Beraterin. Eine Ebene tiefer steht die Frage im Bild, unten wechseln die Themenbereiche.

Bildwelt aus dem Pitch in Lichtüberblendungen: Zürich im Abendlicht, die Stadt in der Dämmerung, Hochspannung über dem See, Solarmodule und das Magazin «2000-Watt-Zürich»

So entstanden

  1. 1

    Briefing

    Die Stadt sucht ein Portal, das alle Energiethemen an einem Ort vereint: 2000-Watt-Gesellschaft, Sanieren, Bauen, Förderungen, Beratung.

  2. 2

    Zwei Modi

    Inspirieren und informieren für die, die neugierig sind. Beraten und unterstützen für die mit konkretem Anliegen.

  3. 3

    Anliegen statt Organigramm

    Drei Personas mit echten Fragen als Massstab: Wer Energie sparen will, wer das Elternhaus saniert, wer als Vermieter über Solarenergie nachdenkt.

  4. 4

    Filterlogik

    Nutzergruppe, Thema und Werkzeug kreuzweise kombinierbar, statt Hierarchie ein Netz. Skizze aus dem Pitch.

  5. 5

    Entwürfe

    Startseite, Themenseite, Fragen-Raster, Prozess Solaranlage, Mobile. Angelehnt an das bestehende Frontend der Stadt Zürich.